Ein Heuschnupfen Nasenspray kann krank machen

Heuschnupfen ist ein Problem für die Gesundheit und in Deutschland weit verbreitet. Jeder Fünfte leidet unter Allergien. Die Auswahl an Medikamenten und Heilmitteln, die Linderung akut auftretender Symptome versprechen, ist groß. Anzeichen können Fließschnupfen, verstopfe Nase oder Druck auf den Augen sein. Die Menschen wollen immer gleich Arzneimittel mit einer sofortigen Behebung aller Schmerzen beim allergischen Schnupfen. 73 Produkte gegen die Pollenallergie, wurden nun von „Öko-Test-Kompakt“ in einem großen getestet. Die große Überraschung: Heuschnupfen Nasenspray, Augentropfen und Co. selbst, können teilweise, Allergien auslösen. Deshalb ist es immer ratsam, dass man sich Erfahrungen und Empfehlungen über die Produkte einholt. Ihr Arzt oder Apotheker wird Sie über alle möglichen Nebenwirkungen in ihrer Nase aufklären.

Nasenspray gegen HeuschnupfenInnerhalb der letzten zwanzig Jahre hat sich die Anzahl, der an Heuschnupfen leidenden Personen, in Deutschland, auf fünfzehn Millionen Menschen verdoppelt. Bei Beschwerden wie juckenden und brennenden Augen, Niesanfällen und laufender Nase, greifen viele zu Nasenspray, Tabletten oder Tropfen für das Auge. Um herauszufinden, wie gut diese Arzneimittel für Allergiker wirklich sind, hat „Öko-Test-Kompakt“ in seiner neuen Ausgabe, zum Thema Heuschnupfen, 73 Produkte, die rezeptfrei sind, wurden auf die Inhaltsstoffe geprüft, ob diese gut verträglich sind.

Die Qualitätsunterschiede, bei frei verkäuflichen Mitteln sind groß, wie das Ergebnis zeigt. So erhielten unerfreulicher weise fünf, der 24 getesteten Tropfen, die Note „Ungenügend“, darunter die oft verkauften Präparate „Livocab“, „Livocab direkt Nasenspray“ und „Vividrin antiallergische Augentropfen“. Sie enthalten Konservierungsstoffe, die Allergien, wie gerötete und juckende Augen auslösen können. Dahingegen wurden sieben, mit der Note „Sehr gut“ und „Gut“ ausgezeichnet. Empfehlungen sprachen die Tester für die Tropfen „Cromo-Stulln UD“, „Crom-Ophtal sine“ und „Cromo-CT“, sowie für „Vividrin iso EDO antiallergische“ aus. Preislich liegen alle etwa gleich. Weitere Mittel sind Triofan, Cortison, Otrivin und Ratioallerg. Die Wirkung dieser Mittel ist unumstritten, jedoch muss nun individuell vom Arzt entschieden werden wie akut eine Behandlung notwendig ist. Nur durch eine personenbezogene Therapie können allergische Reaktionen gedämpft werden.

In den meisten der getesteten Arzneimittel gegen Heuschnupfen, ist der Wirkstoff Cromoglicinsäure enthalten und die ausgepräge Wirkung setzt daher nicht sofort ein. Bereits vierzehn Tage vor Kontakt mit Pollen, sollte mit der Behandlung begonnen werden. Sie sind damit eher zur Prophylaxe, als zur akuten Behandlung, allergischer Reaktionen geeignet. Kontaktlinsen sollten während der Behandlung mit den Augentropfen gemieden werden, am besten während der Heuschnupfenzeit komplett auf Linsen verzichten.

Viele Nasensprays schädigen die Schleimhäute

Beim Nasenloch einsprühen kann man jedoch viel falsch machen. Besonders gereizte Nasen haben oft mit einer Überreaktion zu kämpfen. Öko-Test warnt vor zu langem Gebrauch einiger Nasensprays. Diese lindern teilweise, nicht die Allergie an sich, sondern lassen nur die Schleimhäute abschwellen. Durch einen dauerhaften Gebrauch, kann die Schleimhaut schwer geschädigt werden, was daraufhin zu einer ständig verstopften Nase führt. Die Nasensprays „Otriven“, „Olynth“, „Rhinopront Spray“ und „Nasivin“ sollten daher nur im Notfall angewendet werden. Viele Patienten schwören deshalb auf den homöopathischen Weg, wie z.B. das Heuschnupfenmittel DHU.

Von den Produkten „Livocab-Nasenspray“, „Ratio Allerg Heuschnupfenspray“ und „Livocab Direkt Nasenspray“ sollten Verbraucher besser die Finger lassen. Empfehlungen spricht Öko-Test für die Nasensprays „Cromohexal sanft (Hexal)“, „Cromo-CT“ und „Allergo-Comod“ aus. Auch „Vividrin akut Azelastin Nasenspray“ wurde mit sehr gut bewertet, ist aber mit 16 Euro pro zehn Milliliter deutlich teurer, als die übrigen sehr guten Produkte.

Achten Sie auf den Wirkstoff

Das Ergebnis bei den Mitteln zum Einnehmen ist erfreulich. 32 Produkte in Tabletten-Form und drei Mittel in Tropfen-Form wurden getestet, von denen fast alle mit „Sehr gut“ abschnitten. Mit dem Testurteil „Befriedigend“ wurden lediglich die drei Produkte „Tavegil-Tabletten“, „Fenistil Tropfen“ und „Fenistil-24-Stunden Retardkapseln“ bewertet. Diese Produkte enthalten die alten Antihistaminika Clemastin und Dimetinden. Diese Wirkstoffe machen so müde, dass sie das Autofahren verbieten. Heutzutage gibt es andere Inhaltstoffe, die die gleiche medizinische Wirkung haben, jedoch nicht müde machen.

Der Heuschnupfenpatient kann die Wirkstoffe der Tabletten auf der Verpackung kontrollieren. Wegen der guten Verträglichkeit, empfiehlt Thea Bracht Produkte, die Cetirizin und Loratadin enthalten. Die Stoffe Levocabastin und Azelastin, sind bei Augentropfen und Nasenspray vorzuziehen, Da das „Ratio Allerg Heuschnupfenspray“, einen Kortisonabkömmling enthält, sollte dies nur eingesetzt werden, wenn andere Mittel die Beschwerden nicht ausreichend lindern können. Ungeeignet ist das Nasenspray für Kinder unter 12 Jahren.

Schädliche Konservierungsmittel

Auch viele der getesteten Nasensprays enthielten auch diese Konservierungsstoffe, die Allergien wie Hautreizungen auslösen und die Nasenschleimhaut, bleibend schädigen können.

Insgesamt wurden 17 Nasensprays getestet, wovon sechs die Note „Gut“ und fünf ein „Ausreichend“ erhielten. Mit „Ungenügend“ oder „Mangelhaft“ wurden immerhin drei Nasensprays benotet. Bestandteile die, die Haut durchlässig für Schadstoffe machen, wurden in elf Nasensprays gefunden.

Thea Bracht von Öko-Test empfiehlt Allergikern, um die schädlichen Konservierungsstoffe zu umgehen: „Am besten, man benutzt beim Nasenspray und bei Augentropfen Einmalpräparate.“ Die Einzeldosen sind nur unwesentlich teurer und da jede Anwendung einzeln verpackt ist, müssen die Produkte nicht konserviert werden. Deshalb empfiehlt es sich ein Heuschnupfen Nasenspray ohne Konservierungsmittel zu nehmen. Die Inhaltsstoffe entnehmen Sie dem Beipackzettel (Packungsbeilage).

Heuschnupfen in der SchwangerschaftAuch für schwangere in der Stillzeit gibt es hier besondere Sachen zu beachten, ohne dem Kind zu schädigen. Sobald sich die Stoffe nicht vertragen kann es passieren, dass die Kinder ihr Leben lang mit Schnupfen zu kämpfen haben. Diese Nebenwirkungen werden jedoch erst nach Jahren erkannt und dann ist es meistens zu spät. Somit sollte bereits vor einer Schwangerschaft auf die Gesundheit geachtet werden. Nebenwirkungen lesen Sie in der Packungsbeilage.

Ein Besuch beim Arzt ist unumgänglich

Thea Bracht empfiehlt: „In jedem Fall sollte man mit Heuschnupfen einen Arzt aufsuchen und die Erkrankung nicht auf eigene Faust behandeln“, Denn bei einer Pollenallergie lindern die getesteten Medikamente nur die Beschwerden und nicht die Ursache der Allergie. Und Heuschnupfen kann sehr gefährlich für die Gesundheit werden, denn bei 30 Prozent der Patienten entwickelt sich innerhalb von zehn Jahren zusätzlich Asthma. Kinder sind noch gefährdeter, bei einem Drittel der an Heuschnupfen leidenden Kinder, kann sich Asthma schon innerhalb von zwei Jahren entwickeln.

Allergologen empfehlen eine sogenannte Hyposensibilisierung, auch spezielle Immuntherapie genannt, um der Entwicklung hin zum Asthma, entgegen zu wirken. Bei der Behandlung spritzt der Arzt, in steigender Dosis, die Allergene, damit sich das Immunsystem an den Stoff gewöhnt und nicht mehr überreagiert. Zeitgleich werden von dem Patienten Medikamente eingenommen, um die Heuschnupfen Symptome zu lindern. Wenn die Belastung für den Körper nicht erkannt wird, so kann auch nach einer Zeit Diabetes entstehen. Am besten schlägt die spezielle Immuntherapie an, wenn der Heuschnupfenpatient erst gegen wenige Pollen allergisch ist und noch nicht an Folgekrankheiten, wie Asthma, erkrankt ist.

Für Ihre Gesundheit ist es auch förderlich, wenn Sie sich genug an der frischen Luft mit genügend Sport bewegen und ihre Ernährung anpassen. Tipps um gesund zu bleiben sind hier der Besuch in einem Fitness Studio. Hierdurch wird das Immunsystem trainiert, dass es besser mit den Belastungen umgehen kann und somit die Krankheiten schnell bekämpft.

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